Wie ist SARS-CoV-2 aufgebaut?

Das neuartige Coronavirus, das den Namen SARS-CoV-2 trägt, gehört zur Familie der Coronaviren. Charakteristisch ist sein zackenförmiges, kronenförmiges Aussehen (lateinisch: Corona = Krone). Es ist biologisch mit den Erregern von MERS (MERS-CoV) oder SARS (SARS-CoV) verwandt, die ebenfalls schwere Entzündungen der Atemwege auslösen können. Daneben existieren harmlose Coronaviren, die grippale Infekte ohne ernste Krankheitsverläufe auslösen. Die echte Grippe wird hingegen durch Influenzaviren hervorgerufen.

Symptome einer Infektion mit SARS-CoV-2

Im Schnitt 5 bis 6 Tage, maximal bis 14 Tage nach einer Ansteckung können ein oder mehrere der folgenden Symptome auftreten:

  • Husten mit oder ohne Auswurf
  • Fieber
  • Schnupfen
  • Störung des Geruchs- sowie des Geschmackssinns
  • Lungenentzündung

Weitere typische Symptome sind: Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall, Bindehautentzündung, Hautausschlag, Lymphknotenschwellung, Apathie oder Schläfrigkeit.

Gesundheitliche Risiken einer Infektion mit SARS-CoV-2

SARS-CoV-2 kann schwere Erkrankungen zahlreicher Organsysteme verursachen. Die Erkrankung durch das Virus heißt Corona Virus Disease 2019, kurz COVID-19.

Diese Organsysteme können bei der Erkrankung durch SARS-CoV-2 betroffen sein:

  • Lunge: SARS-CoV-2 infiziert die Atemwege. Es kann zu einer Lungenentzündung und in schweren Fällen zu akute Lungenversagen (Acute Respiratory Distress Syndrome, ARDS) kommen. Die Lungenerkrankung kann die Gabe von Sauerstoff über eine Gesichtsmaske oder eine künstliche Beatmung notwendig machen.
  • Gehirn: Entzündungen des Gehirns beziehungsweise der Hirnhäute sind möglich.
  • Magen-Darm-Trakt: Manche Patienten leiden an Übelkeit, Erbrechen, Durchfällen oder Bauchschmerzen.
  • Blut und Blutgefäße: SARS-CoV-2 kann die Blutgerinnung beeinflussen und Blutgerinnsel hervorrufen.
  • Nieren: Es kann ein Nierenversagen auftreten und eine Blutwäsche (Dialyse) erforderlich machen.
  • Folgeinfektionen: SARS-CoV-2 kann das Immunsystem schwächen, sodass es zu Folgeinfektionen mit Bakterien, Pilzen oder mit anderen Viren kommen kann.
  • Organversagen: Aufgrund starker Entzündungen versagen bei schwerkranken Patienten teilweise mehrere innere Organe.
  • Langzeitfolgen, auch bekannt als Long-Covid: Manche Patienten leiden auch nach ihrer Genesung noch an chronischer Erschöpfung.

Weshalb sollten sich möglichst viele Menschen gegen COVID-19 impfen lassen?

SARS-CoV-2 ist hoch ansteckend: Sind erst wenige Menschen gegen SARS-CoV-2 geimpft, kann sich das Virus weiter ausbreiten. Ab einer hohen Prozentzahl an Menschen, die geimpft sind, entsteht die sogenannte Herdenimmunität. Das Virus kann sich dann schlechter oder gar nicht mehr ausbreiten.

Durch eine Impfung schützen Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Mitmenschen, die nicht geimpft werden können.

Um das Ziel einer Herdenimmunität zu erreichen, ist es erforderlich, dass sich zwischen 60 und 80 Prozent aller Menschen impfen lassen.
Daten aus Israel, wo bereits über 50% der Bevölkerung geimpft sind, zeigen jedoch eine erhebliche Reduktion von asymptomatischen und symptomatischen SARS-CoV-2-Infektionen bei geimpften im Vergleich zu nicht geimpften Personen. Diese Daten geben erste Hinweise darauf, dass geimpfte Menschen sich und andere in geringerem Maße anstecken könnten. Solche Daten liegen bisher jedoch nur eingeschränkt und nicht für alle Impfstoffe vor.
Die die Einhaltung der AHA+A+L-Regeln (Abstands- und Hygieneregeln beachten, Maske im Alltag tragen, Corona-Warn-App nutzen und Räume lüften) bleibt daher weiterhin wichtig, um das Ansteckungsrisiko für nicht geimpfte Personen gering zu halten. Geimpfte Menschen sind bestmöglich vor einer COVID- 19- Erkrankung geschützt. Es ist noch unklar, wie lange der Impfschutz nach einer COVID-19-Impfung anhält. Auch deshalb ist es wichtig, dass geimpfte Personen die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.